MELUR ordnet für Feld Sterup Verfahren zum Widerruf der Erlaubnis an #FRACKING

 

MELUR ordnet für Feld Sterup Verfahren zum Widerruf der Erlaubnis an

Die letzten Tage der Lizenz Sterup sind eingeläutet. Durch die erfolgreiche Arbeit der Bürgerinitiativen waren MELUR (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) und Bergamt gezwungen, ein Verfahren gegen die unberechtigt gehaltene Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdöl und Erdgas einzuleiten. Damit hat sich die Anzahl der erteilten Lizenzen in Schleswig-Holstein auf zwei verringert, nachdem Minister Habeck im Jahr 2013 insgesamt 12 neue Lizenzen zur Suche und Förderung von Erdöl zusätzlich zum alten Feld „Heide-Restfläche“ hatte erteilen lassen. Derzeit hält nur noch die Dea, heute Eigentum der Finanzholding LetterOne, Lizenzen in Schleswig-Holstein. Die Dea will im Gebiet der Naturschutzgebiete vor Schwedeneck in der Eckernförder Bucht und mit weiteren Bohrungen ihre Erdölförderung im Bereich des Naturschutzgebietes Wattenmeer ausweiten. Dem werden die Bürgerinitiativen und Umweltverbände weiterhin Widerstand entgegenbringen.

Hintergrund:

Die Firma Central Anglia AS konnte bis heute für die im Aufsuchungsfeld Sterup geplanten Aufsuchungstätigkeiten keinen Finanzgeber nachweisen. Wie die Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager e.V. bereits am 29.06.2016 aufgedeckt hat, hatte sich der bisherige Finanzier, die MRH Mineralöl-Rohstoff-Handel GmbH, seit Dezember 2015 aus dem Projekt zurückgezogen. Minister Habeck will erst am 29.06.2016 durch die Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager e.V. davon erfahren haben. Mit dem jetzt veranlassten Widerspruchsverfahren wurde auch verhindert, dass die Erlaubnis Sterup den Weg zur Förderung von Öl im Zechsteinkarbonat in 3000 m Tiefe mittels Fracking bereiten konnte. Die Suche nach Erdöl im Zechsteinkarbonat in der Erlaubnis Sterup wurde von der Central Anglia AS in ihren öffentlichen Bekanntmachungen konsequent verschwiegen und wiederholt behauptet, kein Fracking einsetzen zu wollen. Durch die Bekanntmachung der Antragsunterlagen konnte jedoch nachgewiesen werden, dass nicht nur im Sandstein, sondern auch im undurchlässigen Kalkstein nach Erdöl gesucht werden sollte.

Die Medieninformation des MELUR >>>HIER <<<

Dr. Reinhard Knof

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