Liebe Interessierte,

Wir laden Sie herzlich ein zur:

 

Vorstellung und offiziellen Gründungsveranstaltung
der Bürgerinitiative „Hände weg von Schwedeneck“
am 25. Januar 2016 um 19.30 Uhr auf Gut Hohenhain

 

Der Konzern RWE Dea plant, das Restvorkommen des Öls in der Lagerstätte Schwedeneck-See von Land aus zu fördern. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das auf Fracking hinauslaufen. Ziel unserer Bürgerinitiative ist es, die geplante Ölförderung und damit die dauerhafte Zerstörung unserer Region zu verhindern.

 

Eine Ölförderung, ob mit Fracking oder „nur“ konventionell, bedeutet das hohe Risiko einer Verseuchung von Trink-, Grund- und Oberflächenwasser, die Freisetzung von giftigen Stoffen in Erde und Luft, Erdbeben und entsprechende Schäden an unseren Häusern, Erdrutsche und Bodenabsenkungen sowie die Versalzung und somit den Tod von Wiesen, Äckern und Waldstücken. Der Gemeinde Schwedeneck, die momentan noch ein beliebtes Tourismusziel und eines der wichtigsten Naherholungsgebiete des Großraum Kiels ist, droht das Schicksal, zu einer Industriewüste zu werden.

 

Laut geltendem Bundesrecht werden weder Bürger noch Gemeinde noch der Landkreis in die Entscheidung über die Ölförderung einbezogen. Trotz eines eindeutigen Gutachtens des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums von 2013, das eine Ölförderung in Schwedeneck ausschließt, haben der Umweltminister und das Bergamt dem Ölkonzern RWE Dea die Bewilligung zur Ölaufsuchung erteilt. Für den kurzfristigen Profit eines Ölkonzerns soll hier dauerhaft die Lebensqualität einer gesamten Region geopfert werden, in der zudem europäische FFH-Schutzgebiete liegen.

 

Wir – Bürger aus Schwedeneck und den umliegenden, mitbetroffenen Gemeinden – wehren uns dagegen, dass unsere Region billig an einen Ölkonzern verkauft wird. Wir wehren uns gegen die Zerstörung unserer Existenzgrundlage in der Ferienregion Schwedeneck und gegen die Abwertung unserer Häuser und Grundstücke, die künftig in einem Industriegebiet liegen sollen. Wir wehren uns gegen die Förderung der Restvorkommen von fossilen Brennstoffen, die sowohl der Energiepolitik der Bundesregierung als auch den internationalen Beschlüssen auf der Pariser Klimakonferenz widerspricht. Darum haben wir die Bürgerinitiative gegründet.

 

2016 ist das entscheidende Jahr: Voraussichtlich wird die RWE Dea in Kürze den Antrag zur Betriebsstättengenehmigung stellen, um mit Probebohrungen zu beginnen. Ist es erst einmal so weit, lässt sich die Ölförderung und damit die Zerstörung unserer Region nicht mehr verhindern. Darum handeln wir jetzt, um unsere Region zu erhalten.

 

Am 25. Januar bieten wir Ihnen Hintergrundinformationen über das Vorhaben der Ölförderung und die Gefahren, die damit für uns verbunden sind. Wir laden alle Bürger der Region ein, ihre Stimme gegen dieses Vorhaben zu erheben und für unser Recht auf gesunde Lebensbedingungen einzutreten.

 

Wir würden uns freuen, Sie am 25. Januar 2016 auf Gut Hohenhain begrüßen zu dürfen. Bitte geben Sie diese Einladung auch weiter – nur, wenn wir gemeinsam unsere Stimme erheben, haben wir eine Chance, unsere Region zu erhalten.

 

Vielen Dank und herzliche Grüße bis zum 25. Januar

Ihre BI „Hände weg von Schwedeneck“ i.G.

 

Fahrtbeschreibung nach Gut Hohenhain:
Von Kiel oder Eckernförde auf der B503 die Abfahrt Surendorf nehmen. Durch Surendorf hindurch Richtung Dänisch Nienhof fahren (Eckernförder Straße). Nach 2 km über freies Land kommt rechter Hand das Gut Hohenhain.

 

Foto: © bohrplatz.org

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