Mario Mehren, Vorstandsvorsitzender des Öl- und Gaskonzerns Wintershall Dea forderte beim live gestreamten Polittalk „European Green Deal: Kickstart mit Gas“ in Berlin die Förderung umfangreicher Investitionen in CCS-Technologien.

„Dies ist ein weiterer Versuch, die Energiewende zu torpedieren und neue fossile Infrastruktur mit Hilfe von Steuermitteln in Höhe von zig Milliarden Euro zu schaffen. Dabei ist Deutschland schon jetzt das Land in Europa mit den höchsten Subventionen für fossile Energieträger. Sauberes Erdgas ist eine schmutzige Lüge“, sagt Dr. Reinhard Knof, Vorsitzender der Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager e.V..  Die Bürgerinitiative setzt sich seit 2009 gegen CO2-Endlager und für eine Energiewende ein.

Der von der Gas-Industrie geforderte massive Ausbau der Gas-Infrastruktur, seien es neue Pipelines wie Nord-Stream-2 oder die LNG-Terminals in Brunsbüttel, Stade oder Wilhelmshaven nebst einer CCS-Infrastruktur würde zwischen 50 und 100 Mrd. Euro an Steuermitteln kosten und die zentrale Rolle fossiler Energieträger über Jahrzehnte festschreiben. Damit wäre die Energiewende in Europa gescheitert und das Abkommen von Paris 2015 gebrochen.

„Wir erleben gerade die massiven Probleme bei der Suche nach einem atomaren Endlager und brauchen nicht noch eine zusätzliche CO2-Endlagerdiskussion. Die Energiewende kann nur erneuerbar gelingen. Jeder andere Weg führt direkt in die Klimakatastrophe.“

https://businessportal-norwegen.com/2020/09/29/european-green-deal-wintershall-dea-fordert-kickstart-mit-gas/

Dr. Reinhard Knof

Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager e.V.

 

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